Die Angst zu Scheitern – Der unsichtbare Preis der Angepasstheit
- info44776
- 19. März
- 2 Min. Lesezeit
Viele Frauen wachsen mit der Überzeugung auf, dass Anpassung Sicherheit bedeutet. Dass es leichter ist, sich nach den Erwartungen anderer zu richten, anstatt für die eigenen Wünsche und Bedürfnisse einzustehen. Doch diese vermeintliche Sicherheit hat ihren Preis – einen hohen, unsichtbaren Preis, der oft erst spürbar wird, wenn Erschöpfung, Frustration oder das Gefühl innerer Leere einsetzen.
Warum haben wir so große Angst vor dem Scheitern?
Unsere Angst zu scheitern ist tief in uns verankert. Sie wurzelt in frühkindlichen Erfahrungen, gesellschaftlichen Prägungen und einem Umfeld, das Fehler oft als persönliche Schwäche statt als Lernchance betrachtet. Viele Menschen, insbesondere Frauen, wurden darauf konditioniert, eher „funktionieren“ als zu experimentieren. Der Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit führt dazu, dass wir uns anpassen – selbst wenn das bedeutet, unsere eigenen Träume und Ziele hintanzustellen.
Doch diese Anpassung hat Folgen:
Du verlierst deine Freiheit. Wenn du nach den Erwartungen anderer handelst, statt nach deinen eigenen Überzeugungen, entfremdest du dich von deinem wahren Leben.
Du setzt deine Sicherheit aufs Spiel. Wer aus Angst vor Veränderung in einer ungesunden Beziehung oder einem unerfüllenden Job verharrt, gibt unbewusst die Kontrolle über das eigene Leben ab.
Du entfernst dich von dir selbst. Wenn du zu oft Ja sagst, obwohl du eigentlich Nein meinst, verlierst du den Kontakt zu deinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen.
Der wahre Preis der Angst
Angst vor dem Scheitern führt oft dazu, dass wir in einem Leben verharren, das uns nicht erfüllt. Wir bleiben in Jobs, die uns nicht glücklich machen, oder in Beziehungen, die uns nicht guttun – aus Angst vor Unsicherheit, vor Ablehnung oder davor, einen Fehler zu machen. Doch das wahre Risiko ist nicht das Scheitern selbst, sondern das Aufgeben unserer eigenen Wünsche und Träume.
Das Problem ist: Je länger wir in dieser Komfortzone bleiben, desto stärker wird die Angst vor Veränderung. Die Vorstellung, etwas Neues zu wagen, fühlt sich bedrohlicher an als der aktuelle Zustand – auch wenn dieser uns nicht glücklich macht.
Wie du die Angst vor dem Scheitern überwindest
Erkenne deine Prägungen
Wurde dir als Kind vermittelt, dass Fehler schlecht sind?
Hast du Angst, nicht gut genug zu sein?
Welche Überzeugungen über Erfolg und Misserfolg trägst du in dir?
Ändere deine Sicht auf Fehler
Jeder Fehler ist eine Lernmöglichkeit, kein Beweis für dein Versagen.
Erfolgreiche Menschen sind nicht diejenigen, die nie scheitern, sondern diejenigen, die immer wieder aufstehen
Hinterfrage: Wer sagt eigentlich, dass Fehler etwas schlechtes sind? Wir lernen nur aus Fehlern. Daher könnte man schlussfolgern, dass Fehler sogar etwas wertvolles sind.
Lerne, Nein zu sagen
Sag Ja zu dir selbst, indem du klare Grenzen setzt.
Überlege bei jeder Entscheidung: Dient sie wirklich dir oder versuchst du nur, Erwartungen anderer zu erfüllen?
Erkenne den wahren Preis deiner Angst
Was kostet es dich, so weiterzumachen wie bisher?
Welche Träume hast du bereits aufgegeben, weil du Angst hattest zu scheitern?
Fazit
Die Angst vor dem Scheitern hält uns oft gefangen – in alten Mustern, in ungesunden Beziehungen, in einem Leben, das sich nicht nach uns anfühlt. Doch das wahre Risiko ist nicht das Scheitern selbst, sondern die Angst davor. Wer sich traut, seinen eigenen Weg zu gehen, Fehler zu akzeptieren und aus ihnen zu lernen, gewinnt nicht nur Selbstvertrauen, sondern auch echte Freiheit. Denn am Ende ist es nicht das Scheitern, das uns bremst – es ist die Angst davor, überhaupt loszugehen.

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